Fünf-Sterne Herbergen
Politisches Speed Dating
…fand im Bautzner Tor statt. Kandidaten aller Parteien stellten sich innerhalb von fünf Minuten den Fragen an jeweils einem Tisch. Danach wechselte der jeweilige Kandidat an den nächsten Tisch, natürlich nicht ohne zuvor sein Tischvotum zu erfahren. Im Rahmen der Veranstaltung erfuhren wir z.B. dass es offensichtlich einen Unterschied zwischen Gewalt und Gewalt gibt und dass lt. Linke-Kandidatin ein hübsches Plakat am Eingang zum Alaunpark helfen könnte, ein WIR-Gefühl auszulösen und somit weniger Hundekot und Abfälle im Park zu haben….
Internationalisierung
Die besonders leichte Grammatik und Aussprache von Molwanisch bewog nun auch die deutsche Bahn von Englisch als allgemeiner Marketingsprache abzurücken und dagegen die Beschriftung an den Zügen in Molwanisch vorzunehmen. Leider haben die Deutschen auch hier große Verständnisprobleme und wünschen sich das altbackene Deutsch zurück. Da hilft sicherlich nur die brüderliche Ausbildungsunterstützung durch molwanische Fachkräfte.
Mit dem Drahtesel unterwegs
Mit unserem Kindercar haben wir uns nun das erste Mal ein wenig weiter weg versucht – auf dem Elsterradweg (mehr Fotos). Den schwierigeren Oberlauf auslassend, stiegen wir in Gera ein. Bis dahin ging´s mit der Bahn (auch ein Kinderanhänger braucht ein Fahrradticket, was es nicht billiger macht). Leider plant die Bahn schlecht und so war der Minitriebwagen von Leipzig nach Gera schon voll und fast zehn Radler mußten draussen bleiben. Reservieren geht bei Regionalbahnen auch nicht – ein Service der DB… Im zweiten Zug gab´s dann aber kreative Einstellungen und so kamen alle mit (das wäre ja mal was für die Zugdesigner, die mit Automaten auch noch das letzte Stück Packraum zustellen). Ab Gera hatten wir´s dann selbst in der Hand. Die Strecke ist bis kurz vor Leipzig super ausgebaut und sehr gut beschildert. Ein wunderbare Kulturlandschaft zieht an einem vorbei – wir sahen Bad Köstritz (natürlich mit der Brauerei – leider geschlossen), Schloss Crossen, Kloster Posa, das schöne aber leider arg in Mitleidenschaft gezogene Zeitz, Pegau und die heimliche Hauptstadt Leipzig (leider nur des Bärlauchs). Diese Strecke ist nur zu empfehlen und man sollte auch ausreichend Werkzeug und Ersatzteile mit dabei haben, damit man nicht wie wir basteln und auf Fremde Hilfe (die es aber vor und in Pegau gab – Dank auch an Fahrrad Frenzel) hoffen muss … Wir fuhren an herrlichen Streuobstwiesen vorbei, sahen und an gelbem Raps satt, konnten immer wieder kleine Rastpunkte gestaltet von der Kulturinsel Einsiedel sehen, freuten uns über die Fortschritte bei der Gestaltung der alten Braunkohletagebaue und hatten eine gute Übernachtung in der Villa Kühn in Zeitz.
Arbeitskräftemangel
Die Welt des Tees
…konnten wir bei einer Führung bei Teehaus Radebeul – u.a. einem der ältesten Teebeutelproduzenten -näher kennenlernen. Dort werden im Jahr übrigens ca. 1,5 Mrd. Teebeutel produziert. Der Werksleiter hat die Führung selbst geleitet und es war sehr informativ und damit zu empfehlen!!!
Test Kindercar
Nach einigen kürzeren und längeren Ausflügen mit dem Kindercar im Schlepptau kann ein erstes Resumé gezogen werden. Insgesamt verhält sich der Anhänger kaum merkbar und das ist gut so. Die Federung leistet auf Dresdens Straßen beste Dienste und wir sind froh, einen Anhänger mit Federung zu haben. Letztlich ist wohl auch die feste Wanne eine gute Investition und die Weberkupplung ist richtig toll. Was wir nicht so gut finden:
– die Art und Weise mit der man bei Fragen vom technischen Service (offensichtlich gibt es den nicht und es ist nur der Chef selbst da) behandelt wird (man ist eigentlich nur zu dumm und alle anderen können alles problemlos (was leider auch nicht auf unseren Händler zutraf))
– Kindercar wird ohne Nachtbeleuchtung ausgeliefert (muss aber im Dunkeln sein) – warum wird bei einem so teuren Produkt an der falschen Ecke gespart?
– die „Befestigungsmöglichkeit“ der Fahne (die Art und Weise der Befestigung auch noch so zu dokumentieren, zeigt, dass man die Fahne nur hat, weil man vom Markt (zu Recht) gezwungen wird, sie zu haben (soll übrigens bei der Federung auch so gewesen sein…)
– die Befestigung der Weber-Babyschale ist weniger als suboptimal. Sicherlich muß nicht jeder Anhängerbauer eine eigene Lösung für Babyschalen haben und wenn der Premiumanbieter Weber eine gute Lösung hat, kann man sie adaptieren – nur eben bitte richtig und vor allem auch richtig beschrieben (Loseblatt mit Dunkelkopien und mangelhafter Satzbildung zeugen nicht von durchdachter Arbeit)
Das liest sich nun alles ziemlich schlimm – ist es nicht wirklich, aber eben ärgerlich und mit wenig Mühe abstellbar. Da muss wohl der Markt wieder ran und angenommenes Feedback hilft immer, besser zu werden.
Insgesamt sind wir aber mehr als zufrieden, den Anhänger zu haben und sicher wird er uns auf den anstehenden weiteren Touren gute Dienste leisten.