Deutschland zeigt sich in Beijing

…und keiner geht hin. So jedenfalls berichten mir Freunde vor Ort und selbst Die Welt hat es schon am 14.4. im Feuilleton geschrieben. Hatte man vor drei Wochen noch Sorge, den Ansturm der täglich 8000 Besucher bewältigen zu können und trotzdem nicht allen Interessenten die deutsche Kunst nahe bringen zu können, ist man wohl jetzt schon glücklich über jeden der rund 200 Besucher jeden Tag.

Das sind im geplanten Ausstellungsjahr schlaffe 70000 Besucher für ein 10 Millionen-Projekt. Damit subventioniert man jeden Besucher mit rund 120 Euro, was sicherlich im Vergleich mit anderen Kunstprojekten nicht viel ist.

Schade ist allerdings, dass diese riesige Chance nicht genutzt wird. Warum bekommen es hochbezahlte Kulturmanager und Diplomaten nicht auf die Reihe, Inhalte so zu verpacken, dass Besucher angezogen werden? Man hat wieder mal in vielen Schnörkeln gedacht und einen elfenbeinartigen Titel entwickelt. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, erst Besucher ins Museum zu locken und dort mit ihnen über schwierige Inhalte zu diskutieren.

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