CYNET_art II


Das beste „Objekt“ schlechthin ist der „Lebendigmacher“ von Zachary Liebermann. Einfach Dinge malen und dann mit ihnen mit den Händen spielen können – einfach Klasse! Das dürfte für jeden Museum der Traum schlechthin sein. Aber auch die Installation mit verschiedenen Webcams ist interessant. Schwer schockierend die Nachstellung eines Experiements aus dem Jahr 1961 – Probanten stellen anderen in einem anderen Raum Fragen und bei falschen Antowrten sollen sie die anderen per Elektroschock bestrafen, da das das Lernen anregen würde. Die Spannung geht bis 450V und obwohl die Gepeinigten schreien, machen die meisten weiter weil der Experimentsleiter sagt, dass alles ok wäre. Am Ende klärt sich auf, dass es keine Schocks gab, sondern die Schreie eingespielt wurden. Das erinnert an den Fill – das Experiment. Interessanterweise wurde das Experiment mit ach so demokratisch indoktrinierten und überhaupt nich obrigkeitshörigen Amis gemacht. Dort wären ja bestimmte geschichtliche Phänomäne NIE vorgekommen, weil sie schon genetisch offensichtlich ganz anders angelegt sind und der Obrigkeitsstaat deutscher Prägung keinerlei und zwar absolut keinerlei Chancen hätte…

CYNET_art 06

Die Verleihung der Preise war toll – coole Programmierkünstler trafen auf altbackene Kunstkritiker, die sich den Anstrich der Modernität gaben. Na, zum Glück waren aber auch ein paar coole „Alte“ dabei ;-)))

Das Festival www.cynetart.de ist nun 10 Jahre alt und scheint international schon einige Leute anzuziehen. Dan Vergleich mit Linz halte ich persönlich noch ein wenig für gewagt, aber das kommt sicher auch noch. Schade eigentlich, dass die Verbindung zur Technik wie zu Zeiten der Comtec nicht mehr ganz so physisch ist. Das würde sicherlich der Industrie das große Potential besser aufzeigen. Einige sind natürlich gleich dabei, weil sie wissen wie man an junge Talente kommt, aber vor allem die schsischen Mittelständler brauchen bekanntermassen oft ein niedrigeres Stöckchen (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Nicht zu vergessen das Zitat des Abends:“ Ich zitiere jetzt auch meinen Grußwort. ….“ – ja manche Leute müssen schon so auf ihre eigene Bedeutung achten.

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